Tag 34 – Türen

Es gibt Türen, die sind verriegelt und verrammelt. Und das hat seinen Grund. Die stößt man nicht auf, da dringt man nicht ein. Das tut man einfach nicht. Man nimmt sie stattdessen wahr und geht schnellstmöglich an ihnen vorbei. Dann gibt es aber auch so Türen, die kann man noch so sehr verriegeln und verrammeln, die springen einfach von allein immer wieder auf. Da ist das Holz alt und morsch. Da wachst sich das Grün hinein und der Schimmel bildet fröhliche Muster. Da rosten die alten Haken, die die Türen in den Angeln halten. Da hält nichts mehr und von drinnen, was eigentlich schon mehr draußen ist, weil alles offen ist, dringt kalte feuchte Luft heraus. Die macht alles rundherum kalt und unangenehm und man sucht ständig nach warmen Socken, wenn man daran vorbei geht. Vielleicht ist es da besser man zieht sich warme Schuhe an und einen dicken Mantel, noch einen Schal um den Hals und die Wollmütze nicht vergessen. Und dann geht man hinein und macht ein Feuer an, damit es warm wird. Und wer weiß. Vielleicht wird es dann sogar gemütlich, vielleicht wird einem dann endlich warm weil man nicht mehr um diese Tür herumlaufen muss. Und vielleicht malen die Flammen des Feuers tanzende Schatten an die Wände und man steht einfach irgendwann auf und tanzt mit? Das wäre schön.

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