Vom Zauber des Schreibens

Manchmal träume ich mich in vergangene Momente zurück. Spüre, was ich damals gespürt habe. Fühle alte Emotionen, die ich längst vergessen glaubte. Manchmal möchte ich zurückspulen und anders handeln, um anders fühlen zu können.

Heute erleb ich oft Situationen, in denen ich nicht weiß was ich tun soll. Wie ich reagieren soll. Was zu sagen sinnvoll wäre. Hinterher bricht ein Schwall an Möglichkeiten durch meinen Kopf. Hätte hätte ich doch nur…

Ich habe Träume und Wünsche. Vorstellungen und wildeste Phantasien, die in der realen Welt keinen Platz finden. Keinen Platz finden dürfen.

Dann nehme ich einen Stift und einen Zettel und schreibe mich hinfort. Ich schreibe mich in die Vergangenheit oder in eine absurde Zukunft. Ich richte mir Situationen und tauche ein in Gefühle und Empfindungen, die ich wohlig koste und in denen ich wie in einer flauschigen Wolldecke vor dem Kamin versinke.

Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Darin liegt für mich der Zauber des Schreibens. Eintauchen in blaue Tinte, mich auf dem Papier ausbreiten und ausweiten. Was nicht aufgeht, wird zerknüllt und weggeworfen.

Schreiben ist Zauber. Der Stift mein Zauberstab. Der Hut mein zweites Gehirn, in dem alles möglich ist. Hurra, ich bin eine Zauberfrau!

 

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