Juni :: Stille Meditation

Im Mai wollte ich gestalten. Aber statt mehr und mehr wurde es weniger und weniger – Der Frust wurde größer und größer. Und erst als mir zum ersten Mal das Wort “Überlastungsdepression” um die Ohren gefetzt wurde – von einer Person, die das darf – wurde ich endlich ruhig. So ruhig, dass es erst schmerzhaft war und dann gut tat. 

Und jetzt gehe ich rückwärts. Ganz langsam. Einen Fuß vor den anderen.

Ich habe die Meditation verloren. 60 Tage hatte ich geschafft ohne Pause. Dann plötzlich fiel ein Tag aus dem Muster. Und nach einem war es, als wäre eine Masche in einem Strickmuster aufgegangen. Immer mehr Löcher entstanden und das Muster war irgendwann nicht mehr zu retten. Jetzt habe ich mir neue Wolle gekauft und werde ein neues Muster beginnen. Ein wohlig weiches warmes, in das ich mich einhüllen kann, wenn es mal wieder kalt und zugig ist. Eines, durch das eine angenehme Brise fegt, wenn es zu heiß ist.

Dabei helfen soll mir Culadasa. Sein Buch Handbuch Meditation * habe ich mir nun doch zugelegt und werde mich hauptsächlich daran orientieren. Denn er beschreibt eingangs genau die Problematik, die ich immer wieder entdeckt habe: “It’s also for people who are dissatisfied with their progress despite years of meditation. This includes practicioners who feel they’ve actually benefited from meditation, but who have started to believe the more profound states of consciosness meditation offers are beyond their reach.”

Egal wie viel und wie lange ich praktiziere, ich komme nicht vom Fleck, komme nicht voran und gelange nirgendwo anders hin. Ich stehe auf von der Meditation und ja, ich fühle mich ruhiger, achtsamer, gehe langsamer und habe vielleicht die eine oder andere Erkenntnis dabei gehabt. Aber eine Stunde später ist das alles dahin und ich frage mich: Wo ist da der Sinn? Was soll sich da nachhaltig verändern? Also bin ich gespannt, was das Buch bringen wird.

Ich mag seinen Ansatz, dass Meditation den ganzen Tag über geschehen kann bzw. dass man den Alltag nicht von der Meditationspraxis trennen sollte. Hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel und ich denke dass jetzt mehr denn je ein Zeitpunkt ist, an dem ich all das dringend brauche und auch gut aufnehmen kann.

Also will ich endlich (wieder) zu einer regelmässigen Praxis zurückkehren. Mehr nicht. Vieles wäre schön sich vorzunehmen, aber ich weiß – ich muss es langsam angehen. Also werden Stille und Self Care auch wesentliche Themen sein.

Um Selfcare geht es auch im Juni im Jahr der Möglichkeiten.

Was wird Euch der Juni bringen?

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