Schon wieder der Zwölfte und ich hab mich in der Früh gleich mal dran erinnert, wie neblig es vor einem Monat noch war… Komme aber trotz Helligkeit und Sonne nicht gut aus dem Bett morgens.
Aber mit Kaffee wird alles besser. Und derzeit liebe ich es wieder jeden Morgen auf den Balkon zu gehen und zu schauen, wie weit die Pflanzen sich nach draußen gekämpft haben. Dazu das Vogelgezwitscher… hach.

Die Kinder geweckt. Jausenbrote geschmiert. Und den Jüngsten zur Schule gebracht. Am Heimweg die Sonne genossen und bestaunt, wie sich frisches Grün in das welke Braun der Natur mischt. So zauberhaft.

Nach einem zweiten Kaffee dann auf zur TU. Da bin ich ja selten, weil das Atominstitut außerhalb ist, die TU selbst aber in der Innenstadt. Ich genieße das manchmal sehr und staune dann über das wilde, hektische Studentendasein in der Stadt, von dem ich oft so wenig mitbekomme. Und nein, die TU hat nicht unbedingt die schönste Architektur. Jedenfalls nicht der Teil, in dem die Bibliothek ist und die Festkörperphysik.

Mich machen diese Meetings aber oft wirklich wahnsinnig. Irgendwer erklärt immer gleich, dass er nicht viel Zeit hat, man rast durch die Punkte, vertagt auf später, ich gehe da oft irgendwie gehetzt und genervt raus. Und frage mich dann, warum ich für sowas quer durch die Stadt fahren musste.

Zurück ins Homeoffice. Magenkrämpfe, weil der Monat wieder soweit ist. Noch ein Meeting, bei dem es mir unsagbar schwer fiel wach und anwesend zu bleiben. Und danach nix wie aufs Sofa und Kopf aus. Genau eine halbe Stunde Zeit blieb mir für ein kurzer Powernap.

Und dann wieder los. Einkaufen. Den Jüngsten abholen. Der Himmel sah aus wie sich mein Gehirn anfühlte.

In der Schule die Realisierung, dass das die letzten Monate sind, die ich da nach 10 Jahren (!!!!!) rein- und rausspaziere. Weil dann im Sommer die Ära Volksschule abgeschlossen ist. Verrückt. Und irgendwie auch gut so. Auch wenn das Gymnasium alle unsere Nerven kostet. Halleluja.

Draußen musste der Jüngste mir am Spielplatz noch die neuesten Klettertechniken zeigen. Ich beneidete ihn unsagbar für seine endlose Energie. In Wahrheit kann ich mich so träge und müde selbst nicht leiden. Aber an Tagen wie diesen, lässt sich da nicht viel machen. Und ich bin noch immer überzeugt, dass es 2-3 freie Tage mehr im Monat gäbe, wenn Männer menstruieren würden. Und am Heimweg diskutierten wir darüber, wie viele Flächen man begrünen könnte im Stadtbild. Den Jüngsten beschäftigt das sehr. Die Umwelt. Das Klima. Und dass so viele Autos überall fahren. Vor allem die Straßen hier im Wohnviertel sind oft trotz autofreier Zone viel zu betoniert und asphaltiert. Das stellt er sich alles viel hübscher und grüner vor. Seine Sätze beginnen dann mit „Wenn ich mal Bürgermeister bin…“

Dann war ich froh zu Hause zu sein. Ich half dem Großen beim Lernen, was Anstrengung fürs Hirn genug war. Aber als die Tochter kam und dann nochmal mit mir und dem Jüngsten raus wollte, die Sonne wieder lachte, konnte ich auch nicht nein sagen. Also nochmal aufgerafft und raus aufs alte Bahngelände, was jetzt einfach nur ein Park ist. Und wenn die Tochter dann eine dicke Mamaumarmung braucht, ist die Welt irgendwie auch in Ordnung.

Wir spazierten noch ein bisschen umher, die Sonne ging allmählich unter und die frische Luft tat uns allen ganz gut.

Zu Hause stellte ich dann fest, dass ich am Unterzuckern war. Also schob ich mir schnell zwei Brote und eine Banane in den Rachen, nur um dann für die Kinder Abendessen zu kochen. Also zumindest für die beiden „Kleinen“. Der Große… kommt später irgendwann wieder. Der Sinn von Taco Shells erschließt sich mir noch nicht so recht, muss ich sagen. Man kann die Dinger ja nicht essen, ohne dass einem ständig das Essen irgendwohin… naja. Manchmal fühle ich mich wirklich zu alt für so manche Dinge.

Naja. Kein besonders aufregender Tag hier. Und ich würde ihn auch irgendwie unter blöd bis besch… verbuchen. Der fing aber auch schon so an, innerlich spürte ich morgens schon, dass der nicht gut werden würde. Emotional sind diese speziellen Tage im Monat mit komischer Energie besetzt. Aber auch das geht vorbei. Wie jeden Monat. Ich freue mich jetzt noch auf das Loungekonzert mit „The Notwist“ auf Radioeins. Morgen erscheint dann ihr neues Album, auf das ich mich auch schon freue. und dann wird gemütlichst geschlafen bittesehr.

Noch mehr 12von12 gibt es drüben bei Draußen nur Kännchen. Danke fürs Reinlesen hier!
Dein Jüngster for President oder eben Bürgermeister! Das gibt Hoffnung, wenn die jetzt junge Generation solche grünen Interessen hat! Hoffentlich bleibt ihm das :-))
Ja, er ist fürchterlich genervt, dass er noch nicht erwachsen ist und noch nicht kandidieren kann. Haha. Ich hoffe auch, dass ihm das bleibt, er wäre ein Guter, sage ich mal so ganz objektiv 🙂
Liebe Nadine
was für eine Freude dir durch den Tag zu folgen … Bunt ist er lebendig und mich spricht deine Art darüber zu schreiben an.
Herzlichen Dank
Romy
oh vielen lieben Dank Dir und danke fürs Reinlesen!