12von12 im Februar

Heute bin ich seit gefühlt hundert Jahren mal wieder beim 12von12 mit dabei. Am meisten freue ich mich, dass es den überhaupt noch gibt… So here we go…

Der Tag beginnt viel zu früh, aber immerhin etwas fitter, den gestern war Krankenstand angesagt. Also unter die Dusche und dann zack zack: Kaffeeeeeee und Radioeins! Wer mich kennt kann es wahrscheinlich schon nicht mehr hören, aber ich werde nicht müde vom besten Radiosender der Welt zu schwärmen ❤️❤️❤️. Weil die einem nämlich nicht morgens schon Gute Laune vorgaukeln und die auch nicht aus einem rauskloppen wollen, sondern weil sie wirklich witzig sind und dazu sehr informativ, all das umgeben von bestester Musik. So lief heute Morgen schon „Tag am Meer“ von den Fantas und man konnte schnell mal die Augen schließen und ja… an die Ostsee fliehen. Ich weiß, bei Meer denken viele an blaueres und wärmeres, but not me. Ostsee, forever meine Liebe.

Dann der Blick ins Buch „Durchs Jahr mit Thomas Mann“, in dem zum jeweiligen Datum ein Auszug, meist nur ein Satz, maximal zwei aus seinen Tagebüchern stehen. Das ist immer sehr amüsant.

Ich schwöre, dass ich bei blauem Himmel und Sonne das Haus verließ und den Jüngsten zur Schule brachte. Wir freuten uns nämlich darüber und dann über gelbe Autos (wer hat dieses Spiel erfunden??) Und wir sinnierten über zu kurze Ampelphasen für Fußgänger. Dann verschwand ich im Billa für einen kurzen Essenseinkauf und als ich rauskam, fühlte es sich an, als wäre ich drei Tage zurückgereist. Weil da plötzlich wieder Nebel war und der Himmel komplett grau. Oder um Friends zu zitieren: „How long was I in there??“ (Es gibt für jede Lebenslage ein Friends Zitat, ich schwöre!) Und weil ich noch Zeit hatte bis zu meinem Meeting, spazierte ich kurz in den Prater um für Euch Hübschen das Wahrzeichen von Wien zu fotografieren. Also eines davon. Dann tauchte ich in die U-Bahn ab, wo ich gedankenverloren eine Station zu früh ausstieg, auf die nächste Bahn warten musste und… ach! Fragt nicht!

Wieder aufgetaucht fand ich ein wieder hübsches Bild vor. Fast noch hübscher, eigentlich. Noch nebliger: Die Votivkirche.

Dann verschwand ich in der Hauptuni, wo ich heute mal wieder den ganzen Vormittag Meeting mit einem Haufen meiner Physikprofessor:innen hatte. Aber erstmal verlief ich mich im Hauptgebäude, wer Wegweiser lesen kann, ist klar im Vorteil. Naja… ich fand dann aber doch noch den richtigen Raum.

Viel Gefasel dort. Viel Kaffee (zum Glück). Und eine laaange ToDo Liste zum Mitnehmen…

Nach gemeinsamem Mittagessen endlich allein auf nach Hause. Die Sonne versuchte sich wieder durchzukämpfen, aber so ganz wollte ihr das nicht gelingen.

Zu Hause kurzer Blick auf die ToDo Liste. Und erstmal durchatmen. Diese Vormittage unter Menschen in Meetings mit tausend Gesprächen und Dingen, die ich mir merken soll(te), strengen mich irgendwie immer an. Aber ich mach mir nix mehr draus, ich versuche dann immer so schnell wie möglich bissl Ruhe zu finden. Ich weiß, dass das mein Brain ist, dazu der Overload an Kaffee. Früher dachte ich bei so vielen Dingen „Was ist falsch mit mir?“ aber ich bin drauf gekommen: nix. Alles okay soweit. Weitermachen. Und schon stand der Jüngste in der Tür, also erstmal ausgiebig kuscheln. Er ist ja der einzige, der das noch in dem Ausmaß macht und will. Noch. Die Tochter hin und wieder auch, eher abends dann… Also genießen. Genießen. Genießen.

Während wir auf eben dieses Töchterchen warteten, begann ich eine neue Häkelei. Wenn man auf Instagram wieder was gesehen hat… muss man das natürlich sofort ausprobieren. Dieses Mal tunesisches Muster. Verrückt, es ist ewig her, dass ich das ausprobiert hab und es ging sofort wieder ganz einfach. Wie Fahrradfahren. Mal sehen, ob ich das Vorhaben schaffe… Werde berichten.

Und dann kam die Tochter nach Hause und wir begaben uns auf die Reise zum notwendigen Schuhkauf. Meine Lieblingsbeschäftigung. Weil ich es total mag am späten Nachmittag nochmal ins Einkaufszentrum zu eiern. Wenn alle da hinfahren. Um Schuhe zu kaufen, was ich für mich persönlich schon nervig finde. Und während der Sohn sich Schuhe in seiner Größe schnappte, anprobierte und für gut befand, probierte das Töchterchen siebenunddrölfzig Paare an, zu klein, zu eng, zu groß, komisch geschnitten, zu spitz, blöde Sohle… Am Ende passte dann doch ein Paar, der Jüngste war bereits halb verhungert und ich sah nur noch rot. (und nein, das ist nur ein Symbolbild, das Töchterchen hat sich ein hübscheres Modell gewählt, aber bitte, Herzchenschnürsenkel! Falls noch wer ein Valentinstagsgeschenk braucht? Bitte gern geschehen!)

Dann nur noch „schnell“ zum Interspar, Abendessenzutaten kaufen und den Jüngsten vorm Hungertod bewahren. Und damit hatte ich auch schon genug vom Shoppen. Und fühlte mich wie diese hübsche Linienführung dort auf dem Boden des Einkaufszentrum. Aber wir haben auch viel gekichert, es war mal wieder ein lustiger Ausflug mit den Nasen, ich merke, dass ich wieder besser drauf bin langsam und wieder viel mehr Quatsch rede mit ihnen. Das tat guuuut.

Zu Hause wollte ich Supermutti spielen und dem Großen bei seinen Deutsch Hausübungen helfen. Er hat da so seine Problemchen. Aber ich gebe zu, auch ich bin überfordert. Regeln, wann man keine Kommas (Beistriche) setzt. Ich bin schon von den Regeln überfordert, wann man die Dinger setzt. Ich mache das nach Gefühl und ich gebe zu, das verlässt mich hier und da. In der Schule konnte ich das noch. Aber das ist ja… so ein paar Jahre her. Naja, mit etwas Fluchen und Schimpfen haben wir das so halbwegs geschafft. Vielleicht.

Und jetzt kocht das Töchterchen uns ein Abendessen. Ich sag ja, große Kinder sind einfach großartig. Okay, die Küche wird dann einem Hubschrauberlandeplatz gleichen, aber hey, ich kann mal kurz hier sitzen und Tee trinken, weil mir is etwas unwohl. Vielleicht bin ich doch noch etwas unfit. Egal. Auf Radioeins läuft der Berline Talk, die ist ja heute losgegangen und ich verspüre schon wieder Kinovorfreude. Nächste Woche dann, da will ich endlich „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ schauen…
Und heute? Wenn ich Glück habe, schaffe ich es noch nachher mit dem Großen das Barcelona Spiel zu schauen. Ansonsten einfach schlafen. Ich muss zugeben: am Glücklichsten bin ich derzeit, wenn ich am Abend das Licht ausschalten und mich in meine Träume flüchten kann. Obwohl die auch derzeit seeeeehr seltsame Geschichten produzieren… Ich sage nur: Zwei Liebeserklärungen von zwei Männern in einem Traum (nacheinander, also quasi direkt nacheinander. Haha. Hahahahaha! Und: what the heck? Anyhow.

Gute Nacht, Ihr Lieben!

Noch mehr 12von12 gibts drüben, bei Draußen nur Kännchen!

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Almi

    Überreizt durch Geselligkeit – super!

    1. buntraum

      ja, manchmal hab ich das Gefühl ich bin eine Widergeburt von Thomas Mann. Könnte mich zerbröseln über seine niedergeschriebenen Kommentare, sie sind oft so treffend.

  2. Friederike

    deine Votivkirche sieht im dichteren Nebel viel besser aus als meine :-))
    übrigens, einen Brief an sich selbst schreiben, regt mich jetzt sehr an!

    1. buntraum

      Oh wie toll, dann wünsche ich Dir viel Freude beim Briefschreiben!

Schreibe einen Kommentar