Ich hatte ja schon einmal überlegt, ob ich aus der Kategorie „Die kleinen Vier“ aus dem Podcast „Talk ohne Gast“ mit Till Reiners und Moritz Neumeier eine Blogkategorie mache. Und heute habe ich beschlossen, dass ich das mache. Ich hoffe da gibts keine Namensklaubeschwerde. Und außerdem ist der Vierte im Monat, das ist doch ein passender Tag dafür.
Die Kategorie ist einfach – Vier Dinge, die in der letzten Woche, im letzten Monat oder auch gestern schön waren. Um die kleinen Freuden mehr zu beleben und zu teilen.
Es ist natürlich nicht einfach auf eine Woche zurückzublicken, die von Trauer geprägt war. Aber gerade deshalb ist es doch irgendwie auch so wichtig, auf die kleinen schönen Dinge zu schauen.
„Gilmore Girls“
Ich hab die Serie früher nie geschaut und jetzt aus Langeweile mal irgendwann reingeklickt. Und herrje hat die mich gepackt. Es ist einfach so ein Feelgood Junk und noch schöner – es hat mich in den letzten Tag wirklich öfter dazu gebracht mal laut aufzulachen. Allein dafür ist die Serie es wert hier erwähnt zu werden. Und ja, ein bisschen Liebesschmachten war auch dabei und das ist ja auch nicht verkehrt.
Freundinnengespräche
Das war im Schnitt ein sehr soziales Wochenende, weil ich auch wollte, dass ich nicht nur allein mit meinen Gedanken daheim hocke. Es hat gut getan mit verschiedenen Freundinnen zu plaudern, ganz unterschiedliche tiefe, lustige und auch berührende Gespräche zu führen. Dafür bin ich so unendlich dankbar.
Umgeräumt
Es herrschte so ein Chaos in meiner kleinen Wohnung und ich hatte Null Bock aufzuräumen. Ich hatte aber plötzlich voll Bock Umzuräumen. Und dabei räumt man ja automatisch mit auf. ich hab ein bisschen geräumt und umgestellt, sauber gemacht, ausgemistet. Und jetzt ist es wieder alles so schön. Ich mag es, wenn ich dann rein komme und alles mal anders aussieht und man die Dinge aus einer neuen Perspektive sieht.
Zentralfriedhof
Es war gestern ein bisschen seltsam auf den Friedhof zu gehen. Es fühlte sich fragil an, wo die Trauer grad so nah ist. Aber ich wollte raus, ich wollte in die Natur und ich wollte ein paar Kerzen anzünden. Also habe ich mich wieder auf den Weg gemacht und bin direkt dort in die Kirche gegangen. Da habe ich vier Kerzen angezündet. Für die viel zu junge M, die gerade gegangen ist. Für ihre Tante, die auch nie älter wurde als M. Für meinen Bruder sowieso. Und eine für meine Oma, weil die gestern 100 Jahre alt geworden wäre. Obwohl es nichts konkretes ist, nichts wirklich hilfreiches, so hat es etwas tröstendes. Und als ich die vier Lichter vor mir sah, fühlte ich auch irgendwie diese Verbundenheit zwischen allen Dingen.
Danach bin ich raus und wie immer ziellos herumspaziert. Dieses Mal wieder auf den jüdischen Teil, der wirklich jetzt, wo alles zuwächst, unglaublich märchenhaft ist. Ich hatte einen Knetgummi mit und habe ein paar Stempel gemacht, dadurch hatte ich auch ein ganz eigenes Auge für kleine Details dabei. Das war ganz spannend. Und wie immer zwei Rehe, ein Igel, ein Eichhörnchen, singende Vögel. Das bunte Leben auf dem Friedhof. Irgendwie schön.
Das waren meine kleinen Vier der letzten Woche. Vier Dinge die schön waren. Falls du auch welche teilen magst, freue ich mich, wenn du sie hier in den Kommentaren verlinkst und mich dafür auf Deiner Seite. Wenn es mehr werden, werde ich eine Linkliste einfügen.
Hallo Nadine,
ich habe kein Blog und mache einfach so mit. Ich musste ein bisschen überlegen und die guten Sachen zwischen all den Fragen und Gedanken im Kopf heraussammeln – aber da hat sich dann doch einiges angefunden und das ist schön.
Meine kleinen Vier:
1. der Eiswagen der hier jeden Sonntag vor der Tür steht: Es hat etwas sehr romantisches, wenn es hier sonntags kurz vor zwölf bimmelt und die Nachbarschaft sich am Eiswagen trifft. Oft barfuß. Und meine Kinder manchmal noch im Schlafanzug. Da komme ich mir manchmal wie in einem Astrid Lindgren Buch vor. Und lecker ist es auch.
2. wenn da plötzlich Vergissmeinnicht im Vorgarten wachsen, die ich irgendwann vor zwei Jahren da mal hingesetzt und dann vergessen habe
3. mein kleiner Neffe den ich ab und zu hüten darf und der das Leben und die Neugier pur ist
4. ein Abend mit Freundinnen beim Bowling, bei dem mitten in meiner mich-verloren-fühlen-Phase wieder ein Gefühl von dazugehören und ist-schon-ok entsteht
… gar nicht so klein die kleinen Dinge …
Oh die sind toll und nein, gar nicht so klein. Sehr lachen musste ich bei den vergessenen Vergissmeinicht 🙂 Danke Dir fürs Teilen! Liebe Grüße, Nadine