Gedanken am Abend

In letzter Zeit beobachte ich zusehends eine eigenwillige Entwicklung meines Einkaufverhaltens. Aufgefallen ist mir das nach Corona, aber derzeit habe ich das Gefühl, dass es immer schlimmer wird und ich frage mich, woran das liegt.

So kann es sein, dass ich furchtbar wütend und (innerlich) aggressiv werde, weil ich mich – eh schon unfröhlich, weil Einkaufen wahrlich nicht zu meinen Liebslingsbeschäftigungen zählt – auf das Käseregal, Wurstregal, zu den Kiwis oder dem Klopapier zugehe und ausgerechnet dort jemand steht. Diese Person steht da aber nicht nur kurz und nimmt etwas, sondern sie muss da eine Weile überlegen, vergleicht wohl Preise, Angebote, Marken. Ich weiß es nicht, ich sehe das ja nur von außen und grummle in mich hinein wie nervig das doch jetzt ist, dass ausgerechnet da, wo ich… es ist zum Verrücktwerden.

Außerdem stehen ständig und überall in den Gängen riesige Wägen herum mit Ware, die einsortiert gehört. Und da könnte ich dann vollends aus der Haut fahren. Es müsste doch Jobs geben, die man früh morgens um 4Uhr ansetzt. Schichtbetrieb im Supermarkt, so dass morgens, wenn aufgesperrt ist, die Regale schön befüllt sind und niemand da mehr herumhampelt und Ware schlichtet. Das macht mich wirklich irre. Oder wenn da morgens um 8Uhr die Reinigungswägen durchfahren, wo die Leute schnell kurz vor der Arbeit ihr Mittagessen… Ach. Ich kann mich dann auch so richtig selbst hinein wüten in diese Situation und mich innerlich wahnsinnig aufregen, dass DER da NATÜRLICH AUSGERECHNET JETZT…

Je mehr mir das auffällt, umso öfter scheint mir das auch zu passieren, dass da jemand ewig vor dem Kaffeeregal abhängt, wo ich nur schnell meinen Espresso… Und dann denke ich, dass das schon stimmt mit der Anziehung und dem Universum. Je mehr man an etwas denkt, umso mehr zieht man es an. Je mehr man sich auf etwas fokussiert, umso mehr davon… Ihr kennt das Prinzip.

Sollte ich nicht also die Zeit im Supermarkt damit zubringen an die Findung von Geldscheinen zu denken, oder an die Möglichkeit, dort einem attraktiven Mann zu begegnen? Würde das dann vielleicht auch viel öfter mal… ?

Und mit diesen wirren Gedanken: Gute Nacht!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. amberlight

    Einer meiner ersten Studentenjobs war das Auffüllen der Milchprodukte mit Vorrücken der Altware. Ich war immer zu langsam und habe das als furchtbar anstrengend in Erinnerung …

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