Gedanken umdenken

Die dritte Woche im Finanz Kurs. Es geht viel ums Mindset. Verstaubte Glaubenssätze, die wir dennoch inhalieren, als wäre es die heilige Mahlzeit. 11 Glaubenssätze hab ich mir notiert, die es gilt umzuwandeln, loszulassen, neu zu schreiben. Das ist keine Sache von Tagen oder Wochen, aber ein Anfang ist gemacht und das tut gut.

Parallel lese ich „Secrets of the millionaire mind“ von T. Harv Eker. Sehr einfache Sprache, sehr straight forward. Genau das, was ich zu dem Thema brauche. Er verwendet im Buch das Bild eines Baumes, der viel zu kleine Früchte trägt. Wir neigen dazu uns auf die Früchte zu fokussieren. Dabei haben ja auch die ihren Ursprung in der Wurzel des Baumes, alles entspringt einer Wurzel. Und so ist es mit unseren Gedanken. Und worauf richten wir die meistens: Auf unsere Probleme. Auf das, was wir nicht (mehr) wollen. Den langweiligen schlechtbezahlten Job vielleicht. Die eingeschlafene Ehe. Den zu geringen Kontostand. Das Warten auf die U-Bahn. Die schlechten Nachrichten. Zu hohe Steuern. Und ja, auch das schlechte Wetter. Zu kalt, zu regnerisch, zu windig. Oder zu heiß. Irgendwas finden wir immer, was wir nicht wollen.

Ich nehme mich da gar nicht aus. In letzter Zeit, natürlich auch durch den Kurs bedingt, fällt es mir immer wieder auf: Der Fokus geht auf das, was ich nicht will. Dann erinnere ich mich, lenke ihn um. Das ist Arbeit. Aber die ist wichtig. Ich erinnere mich an den Urlaub in Island letztes Jahr. Wo alles irgendwann leicht wurde. Wo ich nur noch vertraut habe. Zwei Wochen Regen waren angesagt und ich hätte jammern können. Aber ich hab immer nur gedacht: Da wird schon irgendwo Sonne sein. Und dann hatte ich mehr davon als je angesagt war. Ich hatte viel zu spät die Unterkünfte gebucht und war unsicher, wo ich landen würde. Aber es war immer besser als erwartet. Und hier und da gab es kostenlose upgrades zu Zimmern mit eigenem Badezimmer. Hot Tubs im Außenbereich. Alles hat sich wundervoll gefügt und ich war in diesem Flow, in dem ich einfach nur vertraut habe. Da will ich wieder hin. Den will ich im Alltag erleben. Ich weiß auch, was ihn mir genommen hat: Ich hab nicht auf mich gehört. Als das Leben rot leuchtete und rief: Mach das nicht! Da bin ich mit weit aufgerissenen Augen auf den Abgrund zugerannt. Das Universum wird sich seinen Teil gedacht haben…

Ich bin jedenfalls gespannt. Übe mich im Vertrauen. Im Seinlassen. Im Loslassen. Nichts erzwingen. Und dennoch Ziele haben. Vorstellungen. Klare Ideen. Davon kommen grad viele daher und ich hab ein bisschen Stress alle einzufangen. Ein paar muss ich auf die Seite schieben, denn der Tag hat ja nunmal nur so ein paar Stunden. Und morgen muss ich beruflich nach Innsbruck. Da wäre es auch gut, einen Kopf klar mit Arbeit zu haben und nicht mit Dingen, die mich darüber hinaus beschäftigen. Aber auch das… auch das…

Gute Nacht!

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