I’m peopleyiger

English version below

Heute hatte ich mal wieder ein Arbeitsevent mit 100 anderen Leuten. Sowas ist ja nicht so ohne für mich. In großen Menschenmengen fühle ich mich oft nicht so wohl, bin immer erstmal im Hintergrund, beobachte, checke die Lage und bin froh, wenn ich 1-2 Personen habe, an die ich mich halten kann.

Aber wenn ich mich “aufgewärmt” habe, wage ich mich hinein in die Menge und rede mit Leuten, gehe auch auf andere zu, die ich kenne. Bin offener Fremden gegenüber.

Früher war das alles anders. Da war ich so unsicher und zurückhaltend. Ich habe mich immer für nicht “peopley” gehalten. Ich habe auch immer betont, dass ich mit Menschen nicht gut kann, dass mich Menschen nerven. “It’s too peopley out there” hat auf mich sehr gut gepasst. Und ja, ich bin gern allein, kann gut allein sein, habe gern meine Ruhe. Aber in Wahrheit bin ich auch gern unter Menschen, wenn ich mich darin zurecht finde, meine Rolle habe, meinen Platz.

Es fühlt sich ein bisschen so an, als müsste ich einen Teil von mir ablegen, nämlich den, der glaubt, mit Menschen nicht umgehen zu können. Aber es tut auch gut das zu tun. Wieder einmal zu merken, dass das oft Geschichten sind, die man sich selbst erzählt. Entsprechend verhält man sich und entsprechend reagieren die Menschen auf einen. Dann hat man die Bestätigung dafür, dass man unter Menschen nicht zurechtkommt. Dass die anderen einen komisch finden.

Vielleicht liegt es auch daran, dass in meinem Job meine Rolle wächst und ich mit ihr. Aber was es auch ist, ich bin froh, dass es so ist. Dass ich kann, wenn ich muss. Aber dass ich einfach nicht immer muss und dann oft auch nicht will.

Jetzt sitze ich wieder allein hier daheim und genieße einfach die Stille. Morgen muss ich eh nochmal ins Getümmel. Bis dahin – schöne Musik, ein Buch and just me and myself. Gute Nacht.

***

Today I had one of those work events with over 100 people. It’s not always easy for me. I don’t feel too comfortable in big groups of people, I stay in the back, I observe and then I am glad if I have one or two people I know well enough to stick around with.

But when I am warmed up I can dive into the crowd, mingle and also approach people that I know. And I am more open to strangers.

Before it was all different. I was insecure and distanced. I always thought I am not very peopley. And I mentioned that. “It’s too peopley out there” was my motto. And yes, it’s true, I have times when I prefer to be alone, I like being on my own. But the truth is that I also like being around people. When I have my role and my place.

It feels as if I am giving up the part of me that cannot handle people. But it feels good to do that. And to realize that this again was a story I told myself. And then acted on it. People reacted accordingly and I had proof that indeed they find me weird.

Maybe it’s my job and my role that is growing and me with it. But whatever it is – I am glad about it. That I can be around people if I have to. But that I don’t have to all the time and not always want to.

Now I am at home. On my own. Silence. Tomorrow is the second part of the event, another day like this. But until then – good music, a book, just me and myself. Good night.

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