Joy over doubt

English version below

Heute habe ich endlich mit den Kindern “Alles steht Kopf 2” geschaut. Wurde ja auch Zeit, immerhin ist der Film seit Mittwoch in den Kinos.

Wenn man den ersten Teil so toll findet, sind ja oft die Erwartungen an den zweiten Teil viel zu hoch. Aber womöglich hab ich schon gelernt, nicht allzu viel zu erwarten. Deshalb war ich heute positiv überrascht. Ich bin begeistert, wenn es Menschen gibt, die sich ernsthaft Gedanken machen, wie man so ungreifbare Dinge wie Emotionen und Gedanken verbildlichen kann. Das ist für mich wahre Kunst.

Und bei allem Humor, war der Film auch wieder sehr berührend. Zum Beispiel als Freude erkannt hat, dass es vielleicht so ist, dass man, wenn man erwachsen wird, weniger Freude empfindet. Das ist schon recht traurig. Klar, wir alle wissen das. Kinder sind da leichter und fröhlicher, sie empfinden die Freude viel öfter und stärker. Uns großen Menschen kommen da oft die Erfahrungen und Enttäuschungen in den Weg. Und wie im Fall des Filmes: die Zweifel. Ich habe danach eine Weile überlegt und bei mir ist das wirklich der Fall. Der (oder die Zweifel) ist wesentlich stärker als die Freude. Viel präsenter und machtvoller. Vielleicht liegt das an der eigenen Kindheit, je nachdem wie stark die Freude da ausgeprägt ist, umso mehr kann sie sich auch später noch durchsetzen.

Ich finde ja gar nicht, dass ich wenig Freude empfinde, aber es könnte durchaus mehr sein. Und in Wahrheit liegt das alles in unserer Hand. Zu wissen, was uns Freude macht und aktiv diese Dinge tun und zulassen. Und dem Zweifel öfter mal sagen: “Halt die Klappe. Könnte ja schön werden.”

Besonders schön fand ich auch, dass die Freude dem Kummer ihren Moment gegeben hat. Weil sie wusste, dass das wichtig ist. Und dass sie danach wieder selbst mehr leuchten darf. Ist ja so. Wir können nicht nur nach Freude Freude Freude streben. Alle Emotionen haben irgendwo ihre Berechtigung. Die Ausgewogenheit macht es am Ende aus.

Ich sollte jedenfalls öfter ins Kino gehen. Das macht in jedem Fall Freude.

***

Today I finally watched “Inside out 2” with the kids. It was about time, the film has been out for almost a week now.

When you enjoy a first part that much it can be difficult because you have high expectations on part 2. But Obviously I have learned not to expect too much and therefore I was positively surprised. I am really amazed by how people can visualize such non tangible things like emotions or thoughts. This is real art. And I think they have done it beautifully.

It was quite funny again but also very touching. For example when Joy realized that maybe, when you grow up, you simply don’t feel that much joy anymore. And that this is normal. It is quite sad but yes, look at kids. They are so joyful and can laugh about the silliest things. We as adults have too many experiences in the way. Disappointments and such. We are more careful. And as shown in the movie: Doubt can be very powerful.

I have thought about this for some time now. I think doubt is very powerful in my life and Joy is playing a smaller part. She has certainly given doubt the first row seat. She is becoming louder and stronger again, but still: Doubt often wins. It’s not like I don’t feel joy at all. But it could certainly be more. More intense. And more often.

And in fact: this is all up to us. It’s in our hands. Do we know what brings us joy? Do we do these things? Do we tell doubt often enough to bugger off and be still? Because you know… it could be fun!

I also loved when Joy stepped aside and let Sadness have its moment when it was necessary. Because she knew that if that is possible she would shine again afterwards. And that’s what it’s all about. All emotions are important. It’s a question of how much of what.

I for my part should go to the movies more often. That is joy for me.

Schreibe einen Kommentar