Mehr Freude!

Heute bin ich einen Tag früher als sonst ins Nest zurückgekehrt. Der Vorwand war, dass der Exmann nächsten Samstag vorzeitig die zwei „Kleinen“ übernimmt, weil ich am Sonntag in aller Früh mit dem Großen nach Barcelona fliege und ich ihm somit den heutigen Abend „frei“ schenken wollte. Aber in Wahrheit hatte ich diese Woche genug vom Alleinsein und wollte einfach nur zurück zu den Nasen.

Natürlich ging es mir dann aber heute früh schon viel besser. Ich war besser gestimmt, hatte Energie und fühlte mich irgendwie… zuversichtlicher und ich hätte wohl gut noch den Tag auhc allein geschafft. Aber so hab ich meine Energie dann in die Aufräumung meines Chaos in der kleinen Wohnung gesteckt, hab mir alles wieder hübsch hergerichtet, damit es, wenn ich zurückkomme, dort wieder schön sauber und aufgeräumt ist. Und gemütlich. Vor allem gemütlich. Und dann wanderte ich hinüber ins Nest. Unterwegs Freude über die U-Bahn Anzeige der Wiener Linien. „Frauen auf allen Linien“ stand da und ich mag diesen Konzern so sehr für diese Aktionen. Und im Ohr der Hammer Song von Prais Paloma „Labour“. Der Text ist großartig!

Im Nest begrüßte ich freudig die Kinder, wir aßen alle noch zusammen mit dem Exmann Mittag und dann kümmerte ich mich erst einmal um meine Pflanzen. Ich kann ja ehrlich gar nicht so recht verstehen, wie man ohne Pflanzen leben kann. Für mich machen sie einen Wohnraum erst so richtig wohnlich. Und seitdem ich meine auch noch nach dem Mondkalender gieße, geht es ihnen so richtig gut. Ja, dafür werde ich öfter mal blöd angeschaut, aber das ist mir wurscht, wenn ich dann meine schönen Pflanzen anschaue. In meiner kleinen Wohnung hab ich mir gestern auch noch neue Töpfe gekauft und ein paar Pflanzen umgesetzt. Das ist wie ein ewiges Spiel. Ableger ziehen, einsetzen, beim Wachsen zusehen, in größeren Topf umsetzen, streicheln, betrachten, freuen. Nächster Ableger… Im Sommer, wenn ich manchmal hier im Haus in anderen Wohnungen die Pflanzenpflege übernehme, wenn jemand im Urlaub ist, klaue ich mir dort Ableger von Pflanzen, die ich nicht habe und ziehe mir die groß. Vielleicht werde ich mal in einem kleinen Urwald leben.

Und jetzt kommen auch wieder die Balkonpflanzen noch dazu. Hach…

Beim Bloglesen grad hab ich entdeckt, dass Heidi drüben auf ihrem Bloginspiriert von meinem Post – auch vier kleine Dinge, die ihr Freude bereiten, verbloggt hat. Das war richtig schön zu lesen. Ich hatte mir noch gedacht, man sollte daraus so eine Kategorie machen, wo mehr Blogs mitmachen, um viel mehr Freude zu verbreiten im Netz. Sowas wie Vier am Vierten oder so. Das werde ich mal angehen. Es gehört sich ja eh viel mehr gefreut.

Jetzt werde ich dann mal hier wieder ankommen, noch in die Badewanne hüpfen und mich weiter der Lektüre von „Die Liebe im Ernstfall“ von Daniela Krien widmen. Sehr schönes Buch. Sowohl die Handlung als auch der Schreibstil sprechen mich sehr an. In Sachen Handlung besonders die Tatsache, dass es bisher keine klassische „Protagonistin rennt auf die Krise zu“ – Handlung ist, sondern ein ganz eigene Art von Story. Und ich frag mich wieder, warum ich mich mit all diesen Dingen immer so wahnsinnig stresse. OIDA! Man sollte viel mehr Pippi Langstrumpf Style leben und schreiben. Jawohl!

Und noch was: heute in einer Woche sitze ich im Camp Nou in Barcelona. OIDA!!!

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