Pferd, Neumond und Ashtanga

Heute ist also chinesisches Neujahr und damit beginnt das Jahr des Feuerpferdes. Ich hab es schon mal gewusst, aber natürlich vergessen, weil man ist ja Jungfrau, Manifestierende Generatorin mit 6/2 Profil. Wie soll man sich da noch merken, dass man im chinesischen Horoskop das Pferd ist?

Nunja, aus all diesen Facetten kann man sich doch sicher in einem großen Hexenkessel sein ganz eigenes Horoskop kochen. Natürlich trifft auf mich auch alles zu. Ich bin perfektionistisch wie die Jungfrau, ungeduldig wie das Pferd und vielfältig impulsiv wie die manifestierende Generatorin. Und neben all diesen Dingen bin ich irgendwie auch ich selbst und mach mir ein bisschen die Welt, wie sie mir gefällt. Das wird mir immer klarer, weil ich einfach Dinge nicht mehr so hinnehme. Hinterfrage. Und auch viel öfter sage, was ich denke. Das nur so kurz.

Aber abgesehen von all diesen Horoskopen und Zeug ist auch noch Neumond, der ja das Datum setzt für das chinesische Neujahr. Der steht für Neuausrichtung, Intentionen und Pläne schmieden. Da werde ich noch mein Tagebuch bedienen. Aber als wäre das alles nicht genug ist heute obendrein auch noch Faschingsdienstag und während der mir ja nicht egaler sein könnte, liebäugle ich dennoch immer mit der Fastenzeit, die mit dem Ende der Faschingszeit einhergeht. Und so hab ich überlegt, was ich heuer fasten könnte. Aber so richtig hat mich nichts überzeugt. Zucker wäre eine Sache, aber nachdem bei uns zwei Geburtstage in die Fastenzeit fallen, ist das irgendwie auch fad, denn mit Ausnahmen und Cheat-Days mag ich gar nicht erst anfangen. Aber Geburtstagskuchen backen und kein Zucker essen dürfen ist mega fies. Fleischfasten ist auch fad, weil ich sowieso kaum Fleisch esse. Das würde mir nicht auffallen. Dasselbe gilt für Alkohol. Und irgendwie hätte ich gern was, was mich bissl herausfordert. Kaffee wäre die mega challenge, aber no way. Das habe ich schon so dreimal gemacht, jedesmal erstmal der heftige Entzug, der sich anfühlt wie ne Grippe ohne Fieber. Das ist das letzte was ich grad brauch und ehrlich: Ich liebe Kaffee, ich bin kein Mensch ohne Kaffee. Ich zähle zu der Sorte, die sich abends im Bett schon auf den Kaffee am Morgen freut. Genau. Also was tun?
Und dann hab ich einfach beschlossen, dass ich eben nichts faste, sondern stattdessen etwas tue, was ich schon ewig mal wieder aufnehmen und intensiver angehen wollte:

Ich werde mich in der Fastenzeit wieder der Ashtanga Primary Series nähern.

Als ich in Edinburgh damals mit Ashtanga angefangen habe, vor mittlerweile 20 Jahren (nooooo!!!!!) hab ich die Primary Series zweimal wöchentlich im Yogastudio gemacht. Ich habe mir vor kurzem ein Foto von mir an den Kühlschrank gehängt, wo ich mir selbst ansehe, dass ich damals etwas für meinen Körper getan habe. Da wirke ich kräftig und stark. Jetzt wird es Zeit diesem lädierten Wesen hier, das regelmässig über Rückenschmerzen klagt, wieder Energie einzuhauchen.

Vorhin hab ich mich also mal auf die Matte geschmissen und damit angefangen, womit die Primary Series beginnt: Den Suryanamaskara (Sonnengrüßen) A und B. Von jeder Version 5 Ausführungen. Das reicht eigentlich als kleines Workout für den Anfang. Ich habe also 5A und 1B geschafft. Immerhin. Aber das ist jetzt mein Ausgangspunkt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich bis zum Ende der Fastenzeit die ganze Serie schaffe. Allein morgen werde ich Muskelkater in den Schultern haben. An diesen Tagen will ich mich wenigstens auf eine Suryanamaskara A und eine B beschränken, weil es dem Rücken in jedem Fall gut tut. Aber langfristig ist das Ziel täglich eine oder mehrere Asanas hinzuzufügen. Wenn ich also mal die Sonnengrüße schaffe, dann wird es ja erstmal ruhiger. Dann kommen die stehenden Asanas, die kann man flott hinzufügen. Dann die sitzenden. Je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr hab ich Bock drauf. Was mich an der Primary Series und am Ashtanga ewig begeistert ist einerseits die Dynamik und andererseits, dass es einfach den ganzen Körper bewegt, kräftigt, dehnt. Es hat mir damals so gut getan und da will ich schon laaaange wieder hin zurück. Und ganz langfristig würde ich auch gern mal wieder in ein Yogastudio gehen. Aber da muss ich mir erst eines suchen und einen Rhythmus finden, wo sich deren Stundenplan mit dem Leben in zwei Stadtteilen und wochenweise drei Kindern vereinen lässt. Good luck with that, Nadine.

Fastet Ihr? Wenn ja, was?

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. amberlight

    Yoga gibts hier auch ab und zu und immer zu wenig … ich suche mal, was sich hinter deinen Primary Series verbirgt …

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