Heute ist wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen fragt unter dem Hasthag #wmdedgt genau das: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Also nehme ich Euch heute mal wieder mit durch einen sehr sehr langweiligen Hitzetag in Wien.
Irgendwann zwischen 7 und 8 wache ich auf und der erste Blick geht auf die Zimmertür des Großen. Ich hab nicht mitbekommen, wann er heimgekommen ist, aber die Tür war offen und jetzt ist sie zu, also ist er da und ich bin froh. Er ist 16, viel unterwegs und hat Ferien. Meine Nächte leiden darunter. Ich wache immer wieder auf, bin froh, wenn er sich meldet und ich weiß, wo er ist. Am frohesten, wenn er zu Hause ist. An alle Teenie-Eltern da draußen – wird das irgendwann besser? Entspannt man sich mehr? Ich hab ja noch zwei weitere demnächst… aaaahhhhh
Weil mir aber auch die halbe Nacht übel war, melde ich mich über das System krank für heute. Das geht so einfach und nein, Herr Merz, ich muss dafür nicht zum Arzt. Ich darf drei Tage einfach so krank sein und mein Arbeitgeber vertraut darauf, dass wir das nicht schamlos ausnutzen und faul auf dem Sofa herumlungern, so wie Sie das glauben. Das führt im Übrigen dazu, dass ich vielleicht eben mal so einen Tag krank bin, am nächsten aber dafür vielleicht wieder mit ganz neuer Energie und etwas fitter viel effizienter arbeiten kann. Das tut keinem weh und man muss sich nicht ausbrennen. Langfristig macht das sehr sehr viel Sinn sogar. Aber davon haben Sie keine Ahnung, weil Sie überhaupt nicht wissen, was es bedeutet zu arbeiten und Kinder nebenbei zu betreuen.
Und weil ich eben krank bin, versuche ich nochmal zu schlafen. Dafür muss ich die Balkontür schließen, denn schon jetzt ist es draußen brütend heiß. Eigentlich muss es wohl nicht schon sondern noch heißen, denn die Nacht war die heißeste in Wien jemals. Angeblich ging die Temperatur nicht unter 27,4 Grad. Und ich glaube das sofort, denn gestern Abend hatte es am Praterstern um 22Uhr noch 36 Grad. Gute Nacht! Heute soll es wieder bis 40 raufgehen und ich werde das Haus einfach nicht verlassen. Dank Fußbodenkühlung haben wir 25 Grad in der Wohnung, das ist auszuhalten.
Ich döse tatsächlich nochmal weg und als ich aufwache, geht es mir schon viel besser. Ich mache mir Kaffee und checke Nachrichten und Emails. Auch wenn ich krank bin, fühle ich mich fit genug um zu sehen, ob etwas zu dringend ist als dass es bis morgen wartet. Und so vergeht der Vormittag.
Irgendwann steht auch der Große auf, frühstückt und chillt dann in seinem Zimmer. Ich beschließe mich etwas dem Chaos in der Wohnung zu widmen. Eigentlich wollte ich in dieser Woche, in der die Tochter im Camp und der Jüngste im Burgenland ist, die Wohnung ausmisten und aufräumen. Aber die Hitze legt mich völlig lahm. Ich sortiere ein paar Klamotten aus und krame aus dem Zimmer der Tochter ein bisschen Papierzeug heraus. Dann werfe ich im Keller zwei Waschmaschinen an. Immerhin das Gefühl irgendwas sinnvolles zu tun.
Der Nachmittag geht so weiter. Ein paar Emails. Ein bisschen aufräumen. Dazwischen viel Wasser trinken, an die Eisentabletten denken, Wäsche holen und neue reinwerfen. Es ist ein guter Zeitpunkt die Bettdecken zu waschen, weil die grad keiner braucht und sie schnell trocknen. Geheimtipp aus der Hitze.
Ich füttere die Vögel der Nachbarin, die grad schön an der Nordsee chillt und beneide sie. Und weiter geht es hier im Chaos. Aufräumen. Zeug wegwerfen, eine Ecke saugen, Wasser trinken, am Sofa hängen und warten, dass der Tag vergeht. Aus der Arbeit die Nachricht meiner Kollegin, dass es im Hauptgebäude 36 Grad hat. Als ob da irgendwer irgendwas arbeiten kann.
Der Tag geht vorbei. Ich mache mir Salat zum Abendessen, der Große kommt vom Schwimmen und ist schon wieder weg. Ich werde noch ein bisschen zeichnen jetzt, dann wieder aufs Sofa und hoffen, dass die Nacht besser wird. Mehr Schlaf. Weniger Übelkeit. Und morgen nur noch 34 Grad hurra.
Es ist ein Sommer aus der Hölle. Mein Laptop droht zu überhitzen und die Buchstaben erscheinen stark verzögert. Also lasse ich ihn jetzt schlafen gehen. Mehr #wmdedgt findet Ihr drüben bei Frau Brüllen. Gute Nacht und trinkt brav viel Wasser!
Was für Temperaturen … im September bin ich das nächste Mal in Wien … da sind dann hoffentlich angenehmere Temperaturen
ja, unlängst hab ich gelesen, dass der sch… Sommer sich bis in den September reinzieht. Aber hoffentlich nicht mehr mit 40Grad. Wann bist du da und wo?