Endlich wieder Kino. Ich glaube nach dem Gefühl, wenn ich abends das Licht abdrehen und in die Traumwelt flüchten kann, ist der Moment, wenn ich im Kino sitze und der Film anfängt mein glücklichstes. Wenn die Welt draußen einfach weg ist und man sich so ganz wegbeamen lassen kann. Das ist einfach anders als daheim vor dem Laptop.
Wir haben endlich „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“ geschaut. Darauf hab ich mich schon ewig gefreut. Wir lieben Checker Tobi seitdem wir ihn entdeckt haben und haben neben sämtlichen seiner Checks auch die anderen beiden Kinofilme gesehen. Ich glaube, wenn es ihn schon zu meiner Kindheit gegeben hätte, hätte ich ihn damals genauso geliebt. Er hat so etwas neugierig abenteuerlustiges, ist dabei super witzig und extrem unpädagogisch.
In einem Interview auf Radioeins (natürlich!) erzählt er auch, wie sie diese Filme angehen und was ihm wichtig ist, wenn er mit den Kindern gemeinsam auf Entdeckungsreise geht. Dabei versteht man noch einmal mehr, warum er so erfolgreich ist mit dem, was er tut. Ich glaube von ihm könnte ich mir alles erklären lassen und würde vielleicht auch vieles verstehen.
Und wie schon in den beiden anderen Filmen geht es eben nicht nur um diese eine Erklärung oder Aufklärung zu einer Frage, die am Anfang steht. In diesem Film ist es: „Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?“ Und bis zum Ende ist man gespannt und rätselt mit, die Erklärung am Ende ist dann für alle wie so oft überraschend und dennoch klar. Vor allem aber sehr bewegend und berührend. Ich hab wie immer gelacht und geheult bei dem Film und freue mich obendrein, dass es auch die Kinder immer so sehr begeistert.
Was mich an Tobi als Person fasziniert ist aber auch seine freundliche Art, den Menschen zu begegnen. Offen. Wohlwollend und interessiert. Ich wäre auch oft gern so. Weniger verschlossen und distanziert. Unsicher. Aber kann man so werden oder ist man einfach so? Da ist sie wieder die Frage nach dem: Wieviel ist (und bleibt) man, wieviel kann man sich selbst verändern? Ich hab mich da ja schon viel verändert, war früher noch verschlossener, viel negativer auch anderen Menschen gegenüber. Lieber grummelig und urteilend als offen und wohlwollend. Da bin ich schon froh, dass sich das etwas geändert hat, das hat mir ja im Grunde nur selbst geschadet. Zu oft stehen wir uns selbst im Weg. Warum eigentlich? Wovor haben wir eigentlich immer so gottverdammte Angst? Das wäre doch mal eine Frage für einen Erwachsenen-Checker-Tobi Film. Oder muss ich das auch wieder selber machen?
Naja, aber jetzt erstmal Bett. Für das zweite Glücksgefühl des Tages. Welt aus. Träume an. Und dann auf in eine neue Woche Leben.