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Tag 1 – A few lines a day…

Der erste Tag im neuen Jahr. Er fühlt sich immer ein bisschen brüchig an. So, als würde er jeden Moment zerbröseln, wenn man ihn zu fest drückt. Er steckt voller Tatendrang und großen Vorsätzen, gleichzeitig ist er umgarnt von Müdigkeit und Trägheit einer zu langen Nacht. Und dann ist da diese große Mauer: Heute ist der Tag, an dem ich die Vorsätze, die ich gestern mit Sekt und Knallerei beschlossen und besiegelt habe, schon umsetzen muss. Gestern konnte ich noch groß tönen und sagen: „Ab morgen werde ich!“ Und heute ist dieses Morgen und heute muss ich also.

Also schreibe ich. Denn mein Vorsatz war kein Kleiner. Er lautet: Schreiben. Jeden Tag. Jeden Tag ein bisschen. Denn das letzte Jahr war das Schreibärmste, das ich je gelebt habe. Schreibblockaden waren mir bisher fremd, aber 2020 fühlte ich sie wie einen schweren Felsbrocken in meinem Kopf. Ich wollte so gern. Aber da war nichts. Da kam nichts. Alles stockte wie geronnenes Blut. Die meisten sagen dann: Du musst einfach schreiben. Das wollte mir nicht gelingen. Vor allem deshalb nicht, weil ich es viel zu selten versucht hatte. Also will ich es jetzt versuchen. Alles ist besser als nicht zu schreiben.

A few lines a day. Tagebuchartig. Fiktiv. Wirres Gedankenchaos auf die Tastatur gegossen. Irgendwas. Hauptsache schreiben. Und damit ich das mache, mache ich das hier. Öffentlich. Für alle sichtbar. Als commitment Strategie. Ja genau. Jeden Tag.

2021. Zeig mir, was du drauf hast. Dann zeige ich dir, was ich drauf habe. Oder umgekehrt.

Und los!

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